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Beitrag Titel: [Story] Das Leid / Geschichte eines jungen Korsaren
Verfasst am: 26.01.08 12:06
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Diese Geschichte habe ich im DFLS-Forum angefangen und möchte sie nun hier auch präsentieren. Hier kommt der erste Teil, damit auch alle wissen, wie es anfängt. Ich habe sieben Teile fertig, am Achten schreibe ich momentan.

Dies ist die Geschichte des jungen Korsaren Shane vom Planeten New London.
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Das Leid

Es war ein warmer und sonniger Abend auf New London. Es standen kaum Wolken am Himmel, doch die, die da waren, zeichneten eine wunderbare Stimmung in den Himmel. Ab und zu sah man einen Frachter und eine Polizeipatroullie durch den Himmel fliegen. Wenn man in Richtung Äquator schaute, sah man die gigantischen Umrisse des Andockrings im Orbit des Planeten. Shane stand neben seinem sehr schweren zivilen Jäger, genannt „Adler“ auf dem Landepad und genoss diese wunderbare Aussicht. „Ausnahmsweise mal kein Regen hier.“ dachte er.
Er stieg in seine Kampfmaschine ein und zündete die Triebwerke. Er hatte einen langen Weg vor sich. Er wollte sich zu den Piraten gesellen, nur wusste davon niemand. Zu den Korsaren, die angeblich in den Randwelten hausen. Die Systeme würden „Omikrons“ genannt, Ausgestoßene, Korsaren und Hessen sollen dort ihr Unwesen treiben, so Berichte aus fernen Freihäfen und von Kopfgeldjägern. Und genau dorthin wollte Shane freiwillig fliegen. Man könnte meinen, er wäre lebensüde.
Auf dem Weg nach oben in Richtung Atmosphäre funkte er aus seinem schwer bewaffneten Schiff seiner Frau zu.
„Meine geliebte Frau. Vielleicht werde ich nicht mehr zurückkehren. Vielleicht werde ich dich eines Tages holen. Dann können wir in Frieden und Reichtum leben. Aber auf jeden Fall werde ich dich vermissen.“

Dann verließ er die Atmosphäre, flog durch den Andockring und war aus dem Orbit. Im freien Weltall. Endlich. Sein Vater hatte ihm dieses Schiff gegeben. Er war vor dreißig Jahren fort gegangen und kam vor wenigen Wochen zurück. Er hatte dieses Schiff mitgebracht und von unglaublichen Abenteuern erzählt.
„Es hat ganz besondere Waffen, mein Junge. Sie stammen von außerirdischen, die ‚Nomaden’ genannt werden. Und die anderen drei Waffen stammen von den Korsaren. Ich habe dort viel Geld verdient. Du musst es dir nur dort abholen.“
Vor vier Tagen war er gestorben. Nun flog sein Sohn aus seinem Heimatsystem in Richtung dieser unheimlichen Gegend.
In New London, dem System, flog er durch die Handelsroute zum Cambridgetor. Wie unglaublich es aussieht, dachte er bei sich. Wie schnell er doch fliegt. Was für ein wunderbares Schiff er doch hier bekommen hat. Am Ende der Handelsroute begegnete er einer Staffel Polizisten. Sie scannten ihn nach ungewöhnlicher, verbotener Fracht, wie Artefakten. Als sie nichts fanden, fragten sie, woher er dieses Schiff und diese Waffen habe. Als er das erzählte, sagten sie, dass er seine Waffen der Staatspolizei übergeben müsse, sonst würde er verhaftet. Shane tat das selbstverständlich nicht. Die Polizei eröffnete das Feuer, doch nichts geschah. Der Schild dieses Schiffes war so unglaublich stark, dass die Waffen ihm nichts anhaben konnten.
Shane aktivierte die Waffen und schoss auf einen der Polizisten. Ein Treffer genügte und dessen Schild war unten. Ein weiterer Schuss durchbrach die Hülle des Polizeischiffes und es explodierte in einem gigantischen Feuerball.
Dann kam ein Funkspruch der übrigen Polizisten:
„Diese Waffen…was ist das? Sie verbrauchen keinerlei Energie! Nichts wie…chrrrrzzzz“
Und das Schiff explodierte ebenfalls unter einem Hagel aus Waffenfeuer des Adlers.
Schnell machte sich Shane daran die erbeutete Fracht in seinen Laderaum zu holen und zum Cambridge-Tor zu fliegen. Er dockte an und verließ zum ersten Mal in seinem Leben das New-London System – und das als Pirat.

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Beitrag Titel: Teil 2
Verfasst am: 27.01.08 14:24
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@ Harvox: Die ersten sieben Teile habe ich schon fertig und in einem anderen Forum bis Teil6 veröffentlicht, geändert wird nichts mehr.
Im siebten Teil wird es sehr, sehr interessant.

Aber hier erstmal Teil2, viel Spaß dabei! Achtung: Längster Teil! Mr. Green
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Unglaublich, so ein Systemsprung. Shanes Vater hatte gar nichts davon erzählt. Es schien ihm vielleicht zu alltäglich, als dass es wichtig gewesen wäre davon zu erzählen.
Und dann war er in Cambridge. Es sieht ganz anders aus, als New London. Von hier aus kann man riesige Nebel an zwei Enden des Systems ausmachen. In einen von ihnen muss man hinenfliegen, hatte Shanes Vater gesagt, dann findet man ungefähr in der Mitte ein Sprungloch. Es soll nach Omega-5 führen. Nur welchen Nebel er nehmen soll, ist ihm gänzlich unklar. Er flog erstmal auf die Handelsroute direkt vor ihm zu.
In der Routennavigation wird ein Planet genannt, den man auch gut sehen kann. Er heißt Sarum. Weiter sagt die Karte, dass dort eine Bergbaustation namens Cardiff ist.
„Dort werden sicherlich Patroullien unterwegs sein.“ Sagte er leise vor sich hin.
Als er aus der Handelsroute herauskam, sah er auf der linken Seite zwei Schuttfelder und direkt vor sich den Planeten mit der Bergbaustation. Schnell beeilte er sich um an der Handelsroute in den Nebel anzudocken. Nur noch wenige Hundert Meter von ihr entfernt, bekommt er zwei Schiffe auf sein Radar. Sie kommen aus der Handelsroute. Ein Funkspruch dringt an sein Ohr.
„Ich habe dort jemanden auf meinem Scanner. Das ist der Pirat aus New London! Machen wir ihn fertig!“
Shane fliegt so schnell es geht zur Handelsroute. Die Polizisten kommen herausgeflogen und eröffnen direkt das Feuer. Der Schild zeigt weiterhin keine Regung. Schließlich dockt Shane an und entkommt den Polizisten. Sein Schiff hat zwar keinen Schaden genommen, doch hat er große Angst und hofft, dass er nicht noch mehr Polizisten begegnet. Auf einmal wird alles um ihn herum Hell. Ein strahlendes grau-weiß erfüllt das Cockpit seines Adlers. Er ist in dem Nebel. Einige Sekunden später verlässt er die Handelsroute, obwohl sie eigentlich noch weitergehen würde. Auf seinem Radar sind vier Schiffe. Ihre Signatur deutet auf Korsaren hin. Auf einmal kommt ein Funkspruch direkt an ihn gerichtet.
„Hier spricht César Hulio. Hallo, alter Freund! Wie geht’s dir, Marcus?“ fragt einer der Korsaren.
„I-Ich bin nicht Marcus. Ich bin Shane. Sein Sohn.“
„Was? Er hat einen Sohn? Warum fliegst du sein Schiff? Was hast du mit ihm gemacht?“
„Er ist vor vier Tagen gestorben. Er war auf Planet New London. Meine Mutter und ich haben ihn dort beerdigt.“
„Deine Mutter…was hat sie von dem Ausflug deines Vaters gehalten? Sie war bestimmt einsam. Und nun flieg hier weg. Wir wollen dich nicht hier in der Nähe sehen. Beeil dich. Die Handelsroute weiter ist das Sprungtor nach Omega-3. Wenn du es tatsächlich bis in eine unserer Basen schaffst, dann können wir über deinen Vater reden.“
„Ich will aber nach Omega-5. Mein Vater hat mir den Weg noch erklärt, bevor er starb. Ich werde nach Kreta kommen!“
„Na dann viel Glück. Da draußen gibt es noch Korsaren, die deinen Vater nicht mochten. Die werden erst schiessen und dann fragen, warum Marcus nicht in dem Wrack ist.“
„Man sieht sich dann…“
Shane setzte Kurs auf die Handelsroute, dockte an und flog weiter in den Nebel hinein. Die Handelsroute endete und er hatte das Sprungtor nach Omega-3 vor sich. Genau wie dieser Hulio gesagt hatte. Er hatte sich verflogen. Nun musste er also alleine und ohne Hilfe durch die Grenzwelten fliegen. Er dockte an das Sprungtor an und verschwand.

In Omega-3 kam er hinaus und staunte als erstes über die unglaubliche Schönheit dieses Systems. Soetwas hatte er noch nie gesehen. Rings um ihn herum winzige Asteroiden. Im gesamten System verstreut sind sie.
Und die Handelsroute hatte er auch schon entdeckt. Aber irgendein Gefühl sagte ihm, dass er sich nicht an die Handelsrouten halten solle, obwohl die erste ihm Freihafen 1 anpries.
Zwischen den ganzen kleinen herumschwirrenden Steinchen konnte er einen Planeten ausmachen und setzte Kurs auf ihn. Nach ungefähr zwanzig Minuten Reiseflug war er nahe an dem Planeten angekommen. Nichts erinnert an einen bewohnten Planeten, außer den Trümmern im Orbit. Der Scanner zeigte Elemente von einem Andockring an.
„Hier muss eine unglaubliche Katastrophe stattgefunden haben…“sagte er zu sich selbst.
Nun entschloss er sich doch, zu dem Freihafen zu fliegen. Nach weiteren fünfzehn Minuten Flug war er angekommen und dockte an. Niemand verlangte danach, seinen Ausweis und seine Flugerlaubnis zu sehen. Er war hier auf einer neutralen Station der Zoner. Niemand stellt hier Fragen über die Herkunft eines Piloten.
Er setzte sich hin und wollte etwas trinken. Ein paar Tische weiter machte er eine kleine Gruppe Korsaren aus. Er hatte ihre Schiffe im Landedock gesehen. ‚Zenturion’ hatte ihm sein Schiffsscanner angezeigt.
Die anderen Korsaren, dieser Hulio und sein Kumpan, flogen ein Schiff namens ‚Titan’. Das war deutlich stärker gepanzert als Shanes Adler. Und auch als diese Zenturion.
Als er aß, gingen die Korsaren raus. Nach einigen Minuten sah man sie an den Fenstern des Freihafens vorbei fliegen. Nachdem Shane selbst aufgegessen hatte, bezahlte er und ging zu seinem Schiff zurück. Er stieg ein und ließ sich das Raumdock öffnen.
Kaum war er draußen schon kam ein Funkspruch zu ihm.
„Marcus, alter Freund. Wie geht’s dir? Du traust dich noch in unser System? Wie kommst du dazu einfach so hier reinzuplatzen?“
Direkt darauf wurde das Feuer eröffnet. Shanes Schild verlor stetig an Energie. Er flog wie ein verrückter. Er schoss zurück doch er traf nicht. Sie waren einfach zu schnell für ihn.
Doch dann erinnerte er sich an einen Trick, den sein Vater ihm erklärt hatte. Er musste das Triebwerk abschalten, dann würde er schweben und könne besser manövrieren. Seine ersten Versuche schienen kläglich zu scheitern, sein Schild war fast unten. Doch dann hatte ein Schuss der Korsarenwaffe den Schild eines Korsaren getroffen und ihn enorm geschwächt. Langsam traf er besser. Noch einer und noch einer. Dann war der Schild unten und er konnte den Rumpf beschädigen.
„Hier gibt es doch bestimmt…da ist er ja…“
Er fand einen Knopf, an dem ‚Torpedo feuern’ stand. Gleich darauf flog ein rötlich-orange leuchtender Torpedo in Richtung des Gegners. Der versuchte auszuweichen, schaffte das aber nicht. Der ‚Sunslayer’-Torpedo traf ihn am Flügel und durchbrach die Außenhülle. Dann explodierte er und riss das gesamte Schiff in Fetzen. Shanes Adler vibrierte und im Freihafen war eine heftige Erschütterung zu spüren. Shane starrte mit großen Augen auf die Stelle, wo vor wenigen Augenblicken noch ein Schiff war, welches ihn beschossen hat. Sein Blick ging zwischen den Trümmern starr geradeaus. Von der Explosion hatte er noch ein Piepsen im Ohr und hörte von dem Funkspruch nur noch das Ende.
„…wiederhole, explodiert! Er hat ihn umgebracht. Brauchen Unterstützung. Schickt die Jäger raus!“
Shane reagierte direkt und flog wieder in Richtung des Planeten. Dahinter war irgendwo ein Asteroidenfeld. Dort, hoffte er, würde er ein Versteck finden.

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Beitrag Titel: Teil 3
Verfasst am: 28.01.08 17:45
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In einem ihn endlos erscheinenden Flug in das Feld hinein, hatte er gar nicht auf den Scanner geschaut. Es wurde eine Station angezeigt, die „Rügen“ heißt und Daumann gehört. Rechts von ihm war noch ein Asteroidenfeld, aber er hatte nun diese Station entdeckt und blieb auf Kurs. Shane hatte furchtbare Angst, dass die Zoner ihn finden würden. Und dann waren da die Korsaren, die bestimmt stinksauer auf ihn waren. Immerhin hatte er einen ihrer Leute umgebracht. Das würden sie ihm wohl nicht so schnell verzeihen. Aber erst einmal musste er seine Flucht beenden, auf Rügen landen.
An der Station angekommen, wollte er andocken. In dem Augenblick kam ein Funkspruch herein:
„Hier Zoner-Patrouille Gamma-6. Vor unserer Station wurde ein Schiff angegriffen und zerstört. Wir senden ihnen die Daten des Angreifers.
Falls er hier in der Nähe ist, lassen sie ihn auf keinen Fall andocken! Er ist hochgefährlich und schwer bewaffnet. Haben sie Kontakt mit ihm gemacht?“
„Hier Station Rügen, er steht hier vor unserem Dock! Wir haben mit Erhalt dieser Nachricht unsere Verteidungstruppe losgeschickt. Sie docken sofort ab! Unsere Patrouillen sind auch auf dem Weg hierher!“
Shane guckte schockiert in Richtung der Station, die direkt nach der Meldung das Feuer eröffnete. Dann kamen die Schiffe aus dem Dock heraus. Sie drehten direkt bei und eröffneten das Feuer auf Shane. Seine Schilde verkrafteten die Treffer, als er noch wie gelähmt sein Schiff nicht bewegte. Nachdem er sich gefangen hatte, war sein Schild halb unten und er legte los. Er betätigte den Nachbrenner, nahm Schub auf und glitt durch den Raum um die Station. Er erwiderte das Feuer und mit wenigen Schuss war der erste Schild beseitigt und der Weg zur Hülle für die Waffen war frei. Mit den nächsten Treffern sah man, wie die Hülle Risse und Löcher bekam und Trümmer abflogen. Die Waffen der ‚Nomaden’ fraßen sich unaufhaltsam in die Legierung der Hülle, die nicht besonders stark gepanzert war. In einem Feuerball flogen die Überreste des Schiffes in die Weiten des Omega-3 Systems. Manche kollidierten mit Rügen, einige flogen mit Asteroiden um die Wette und ein paar schwebten einfach so im All herum, um von kämpfenden Schiffen und Waffenfeuer getroffen zu werden. Mittlerweile hatte auch ein zweites Schiff von Daumann seinen Schild verloren und spuckte bereits Fragmente der Hülle. Nach ein paar weiteren Treffern gab es nichts mehr von dem Schiff, das noch Trümmer spucken konnte, sondern nur noch die Trümmer selbst – und ein Meer aus Flammen im großen Nichts inmitten der Asteroiden. Shane konzentrierte sich auf das nächste Schiff und bemerkte gar nicht, dass sich bereits die erste Patrouille, die noch unterwegs war, näherte. Wieder schoss er den Schild weg, was nur noch wenige Schüsse erforderte. Um es möglichst schnell zu machen, feuerte er zum zweiten Mal in seinem Leben einen ‚Sunslayer’-Torpedo ab. Auch der traf voll ins Ziel und es stellte sich ein ähnlicher Effekt wie beim ersten Mal ein. Der Unterschied war, dass Shane sich voll und ganz auf sein nächstes Ziel konzentrierte. Um sein nächstes Ziel ins Visier zu nehmen, warf er einen kurzen Blick auf sein Radar und mit einem Knopf war der nächste anvisiert. Doch dann schaute er verdutzt ein zweites Mal auf das Radar und sah, dass sich von zwei Seiten jeweils drei Schiffe näherten. Allesamt auf dem Abfangkurs um ihn zu erledigen. Schnell konzentrierte er sich wieder auf sein aktuelles Ziel in Reichweite und feuerte direkt eine Salve ab. Nach der zweiten Salve war der Schild unten und der dritte Feuerstoß folgte sofort. Eine der Waffen traf das Cockpitfenster, das zerbarst und den Piloten dem Vakuum im All aussetzte. Nach kürzester Zeit war er erfroren und sein Schiff verlor an Hüllenintegrität. Funken sprühend zerbarsten die Flügel unter dem Druck des Vakuums und eine darauf folgende Treibstoffexplosion riss das gesamte Schiff in Einzelteile. Der letzte Pilot der Stationsverteidigung schrie über Funk:
„Beeilt euch! Wir brauchen Unterstützung! Ich bin der einzige Überlebende der Verteidigung!“
Die Zoner-Patrouille meldete sich zuerst:
„Wir sind fast da. Eröffnen in wenigen Sekunden das Feuer!“
Mit dem ersten Schuss eines Zoners explodierte das letzte an der Station verbleibende Schiff von Daumann. Shane hatte es mit seinen Waffen der ‚Nomaden’ bereits zerstört, als sich der Torpedo löste. Dieser flog nun ich Richtung Station Rügen.
Die Schüsse der Zoner trafen Shanes Schild, der immer noch stabil war. Weitere Treffer brachten den Schild auch nicht dazu, an Energie zu verlieren. Die drei Zoner lenkten Shane von der Station und dem Torpedo ab, der darauf zuraste.
Schnell feuerte er zurück und erledigte den ersten Zoner in genau dem Moment, in dem der ‚Sunslayer’ in Rügen einschlug. Shane wunderte sich kurz über die heftige Explosion und kämpfte weiter. Über Funk war ein Rauschen mit Hintergrundgeräuschen zu hören, die etwas von „getroffen“, „Hüllenbruch“ und „Instabilität“ vermuten ließen, was Shane jedoch nicht mitbekam. Er schoss nur auf die beiden anderen Zoner und zerstörte diese auch nach kurzer Zeit.
Direkt nachdem er den dritten und letzen von ihnen erledigt hatte, ging er auf Reiseflug und setzte Kurs in die Richtung, aus der die Zoner gekommen waren.
Er schaltete auf den Autopiloten und aktivierte die Turmkamera. Er schwenkte mit ihr in Richtung der Station um zu sehen, was mit ihr passiert war. Der Anblick war grauenvoll, der Torpedo hatte ein gigantisches Loch in die Station gerissen. Risse verteilten sich über die Ebenen, die Station drohte auseinander zu fallen. Eine Art Nebel, vielleicht Kühlmittel, waberte aus dem Loch heraus und umhüllte die umherschwebenden Trümmer der Station. Lichtblitze aus den gerissenen Stromleitungen der Station verliehen der Situation eine gespenstische Atmosphäre. Hier und da verließ ein Trümmerteil die Station, die Lichtblitze erhellten diese Teile und die Station, sowie die kleinen Asteroiden, die nun auch begannen durch das Loch ins Stationsinnere zu gelangen. Das gesamte Bild wurde immer kleiner und kleiner, weil Shane sich immer weiter entfernte.
„Was habe ich getan? Nun werden mich alle jagen. Wirklich alle. Ich hätte niemals starten sollen.“

Nach ein paar Minuten Flug war noch kein anderes Schiff in Sicht- oder Scannerreichweite gekommen. Als er die Karte erneut aufrief, und sich das System anschaute, sah er ein Sprungtor am Ende der Handelsroute. Darauf setzte er seinen Kurs und hoffte, dass ihm weder weitere Schiffe begegneten, und dass er danach nie wieder in dieses System zurück muss.
An der Handelsroute angekommen - das war der kürzeste und schnellste Weg zu dem Sprungtor – dockte er an. Am Ende der Route angekommen wollte er auch am Tor andocken. Allerdings kamen noch einige Schiffe aus den dahinter liegenden System, Omega-7. Als diese schließlich alle hindurch waren, dockte Shane bereits an, als eines der Schiffe ihn über Funk kontaktierte:
„Gib auf, oder wir werden dich töten! Wenn du weiterfliegst, werden wir dich verfolgen und finden. Du kannst es nur herauszögern!...“
Und schon war Shane im Sprungtor verschwunden.

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Beitrag Titel: Teil 4
Verfasst am: 30.01.08 18:09
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Kaum war er in Omega-7 angekommen, merkte er, dass er einen großen Fehler gemacht hatte. In diesem System war ein reger Verkehr an Kopfgeldjägern, die nur darauf warteten Geld zu verdienen.
Die erste Gruppe lief über Funk verlauten:
„Der, der ihn erwischt, bekommt 500.000 Credits! Was für ein wertvolles Köpfchen!
Holt ihn euch!“
Ungefähr fünf andere Gruppen, allesamt drei Mann stark, kamen von dem Spruch angelockt auch dorthin. Nach wenigen Sekunden war der erste Hammerhead, gerade erst neu in Freistadt gekauft, zerlegt. Der zweite und dritte folgten auf dem Fuße, die 500.000 Credits waren von den Korsaren ausgesetzt worden, doch würden wohl niemals ausbezahlt werden – so kämpfte Shane jedenfalls. Nach einer Minute schwirrten die Trümmer von über zehn Raumschiffen um die verbliebenen drei herum. Schließlich näherte sich von einer Seite eine große Gruppe Kopfgeldjäger, an die zwanzig Schiffe, und meldeten:
„Daumann hat noch 500.000 Credits draufgelegt! Wer seinen Kopf bekommt wird Millionär, Männer! Und das werde ich sei…“ und schon war er explodiert.
Shane machte es niemandem leicht und haute die Schiffe nur so weg.
Schild runter, Hülle brechen, der Rest geht von alleine.
Dann kamen zwei hartnäckige Gegner. Sie flogen so, dass man sie kaum treffen konnte. Von beiden war der Schild unten, die Hülle beschädigt. Sie flogen dicht beieinander und wären eigentlich ein leichtes Ziel gewesen, aber inzwischen war Shanes Schild unten – vom Waffenfeuer von ungefähr 20 Schiffen auch kein Wunder.
Er feuerte und feuerte, doch Treffer kamen kaum zustande. Er schoss einen seiner ‚Sunslayer’ ab und traf den hinteren der beiden Jäger. Die Explosion war so gewaltig, dass es glatt beide Maschinen zerriss. Das erste Schiff zerbarst von der schieren Kraft der Explosion, das zweite ging im Feuerball der Explosion unter. Trümmerteile schossen ins Heck des Schiffes, damit war der Weg für das Feuer geebnet, das sich auch sogleich durch die Wirrungen von Leitungen und Kammern schlängelte und, als es am Cockpit angekommen war, den vorderen Teil des Rumpfes durchstob. Man kann nicht sagen, wie der Pilot gestorben ist – durch die Trümmer oder durch das Feuer – jedenfalls war es bestimmt kein angenehmer Abgang.
Direkt konzentrierte er sich auf die nächsten Gegner, beachtete gar nicht die anderen näher kommenden Kontakte auf dem Radar und schickte mehr und mehr Kopfgeldjäger über den Jordan. Auf einmal waren alle Kopfgeldjäger zerstört, allerdings waren noch Kontakte auf seinem Radar.
„Hier ist Chavez – ich bin ein offizieller Vertreter der Korsaren. Ich möchte mich für Juaréz entschuldigen…er hat nicht im Namen der Korsaren gehandelt. Allerdings haben sie einen unserer Männer umgebracht. Du darfst zu uns kommen, doch musst du den Weg alleine finden. Und pass auf die Ausgestoßenen auf, mein Freund. Und verirr dich nicht in diesem großen Sirius.“
So schnell, wie er aufgetaucht war, war er auch schon in der Wolke verschwunden. Shane nahm die Handelsroute besser nicht und flog in die Richtung, in die sich die Korsaren davon gemacht hatten. Schon bald stieß er auf ein Strahlungsfeld, in dem Korsarenwracks waren. Er flog weiter und schaute auf die Karte. Auf dieser wurde ein neu eingetragenes Sprungloch angezeigt, das nach Omega-5 führte.
„Endlich der richtige Weg!“ rief Shane laut aus und dockte an dem Sprungloch an.

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Beitrag Titel: Teil 5
Verfasst am: 02.02.08 11:33
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Kaum aus dem Sprungloch heraus, versetzte ihn der Anblick in pures Staunen. Überall Asteroiden, die größer als sein Schiff waren. Sie schwirrten wild in der Gegend herum, trafen ab und zu aufeinander und zersplitterten in Tausende kleiner Steine. Ohne zu wissen wohin er kommen würde, schaltete er, noch immer staunend, den Reiseflug an. Er flog einige Zeit lang einfach geradeaus, einige Male sehr knapp an Asteroiden vorbei, bis er eine Warnung seines Bordcomputers bekam. ‚Vorsicht, Minen entdeckt’ sagte die Frauenstimme kurz bevor es zu spät war. Schlagartig riss Shane das Ruder herum und flog an einigen Minen vorbei, die explodierten. Sein Schild war geschwächt von ungefähr drei Explosionen. ‚Gerade noch mal gut gegangen’, dachte Shane.
Von den Minenexplosionen angelockt, tauchte eine Patrouille der Korsaren auf. Sie kontaktierten ihn über Funk:
„Ist alles in Ordnung? Das waren Minen der Roten Hessen – unsere Todfeinde. Wir kämpfen mit ihnen seit Jahren um dieses System, bis diese Minenwand hier errichtet wurde.“
„Ja, es geht. Der Schild hat etwas abbekommen, sonst ist nichts. Ich bin gerade eben erst hier angekommen, ich wusste nichts davon.“
„Na dann herzlich willkommen in Omega-5! Wir haben hier eine Basis, man erwartet sie schon.“
„Mich? Na gut, ich komme mit. Erzählen sie mir mehr über dieses System…“
Sie machten sich auf den Weg zur Basis Cadiz, wo vermutlich Chavez auf ihn wartete. Sie flogen an dem Minenfeld vorbei, unterwegs tauchte auf Shanes Scannern ein Sprungloch auf – nach Cambridge. Zu dem Zeitpunkt waren sie allerdings bereits an der gigantischen Basis angelangt. Cadiz war ein riesengroßer Asteroid, so groß wie ein ganzer Planet. Er hatte zwei riesengroße Tore mit Totenköpfen darauf, durch die man ins Innere gelangen konnte. Die Patrouille ließ Shane andocken und flog dann weiter ihres Weges.
Allein das Öffnen eines dieser Tore dauerte lange. Langsam flog er auf die Öffnung zu, alles wurde noch größer. Erst als er fast in dem Tor verschwunden war, konnte er sich die Dimensionen im Groben vorstellen. Hinter ihm wurden die Türen geschlossen, Dunkelheit umschloss ihn. Dann wurden riesige Scheinwerfer angemacht, die die gesamte Schiffshalle ausleuchteten. Man konnte auf über zehn Decks jeweils ungefähr hundert Schiffe sehen, der Ausrüstungsverkäufer hatte ein ganz eigenes Deck für sich. Riesige Waffensammlungen, Torpedowerfer, Raketenwerfer, Minenleger, Türme und natürlich die berühmt berüchtigten Korsarenwaffen. Mit wenigen Schuss war ein Schild unten, auch wenn der Energieverbrauch verschwindend gering ist und auch der Rumpf kaum beschädigt wird. Er hatte selber zwei dieser ‚Tizona Del Cid’ an seinem Schiff montiert und ohne sie wäre er wohl kaum hier angekommen. Aber Waffen von diesen Nomaden gab es hier nicht zu kaufen. Er fragte sich, wo sein Vater sie her hatte.
Er landete sein Schiff auf einem der Landepads und stieg aus dem Cockpit. Er wurde von mehreren Korsaren empfangen und in die Bar geführt. Sie war voll, der Barkeeper beschäftigt und die Barhocker allesamt besetzt. Als sie Shane erblickten, verstummten alle schlagartig und musterten ihn genau. Er wurde zu einem Korsaren geführt, der sich als Chavez vorstellte.
„Ich habe mir doch gedacht, dass ich nicht lange hier auf dich warten muss. Schön dich zu sehen.“
Shane setzte sich auf einen für ihn freigemachten Stuhl und sagte:
„Hallo, Mr Chavez. Ich freue mich auch, sie wieder zu sehen. Warum erwarten sie mich hier?“
„Nun, du bist doch der Sohn von Marcus, oder!?“
„Ja, mein Vater hieß Marcus.“
„Gut. Er hatte hier eine Frau – besser gesagt auf Kreta. Vor achtundzwanzig Jahren wurde sein Sohn geboren. Er wurde Manuel genannt, behielt aber den Nachnamen seiner Mutter. Chavez.
Wir sind Brüder, mein Lieber. Unser Vater hat mir nichts von seinen Sachen überlassen. Ich verlange nun meinen Anteil an seinem Erbe. Ich könnte es mir auch einfach nehmen, aber das wäre ja unfair meinem großen Bruder gegenüber.
Also, du gibt’s mir die Waffen und die Hälfte seines Geldes. Dann lasse ich dich gehen!“

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Beitrag Titel: Teil 6
Verfasst am: 04.02.08 13:18
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Eine Welt, in der er als einziges Kind seines Vaters aufgewachsen war, zerbrach in tausende Stücke, die ihn wie Scherben schnitten und tiefe Wunden hinterließen. Ihm war klar, dass, wenn er nichts abgab, er sterben würde, doch er musste versuchen irgendwie zu entkommen, sich durchkämpfen, retten, überleben.
Er stand auf und sagte:
„ich glaube ihnen kein Wort, Chavez. Ich gehe jetzt.“
Drehte sich um und lief los.
Chavez rief durch die Bar, das die Docks gesperrt werden sollten. Shane würde so nicht entkommen können. Doch der ließ sich dadurch nicht einschüchtern und schon gar nicht aufhalten und marschierte weiter in Richtung Schiffshalle. Er zog seinen Pilotenanzug an, setzte seinen Helm auf und stieg ins Cockpit. Die Luke schloss sich mit einem leisen Zischen und er schaltete die Bordsysteme ein. Nach wenigen Sekunden war das Triebwerk startklar. Er startete von deinem Landepad und flog in Richtung Raumdock, während er nach Landeerlaubnis fragte.
„Nein, mein Bruder. Du kommst hier nicht raus, solange du nicht bezahlt hast.“, kam eine Stimme über den Funk zurück zu Shane. Dieselbe Stimme ließ über Lautsprecher im Raumdock und der ganzen Station verkünden:
„Interne Türme besetzen, Abwehrstaffel intern starten. Niemand darf rein oder raus! Wenn Er nicht bezahlt, dann vernichtet ihn!“
Hektisch rannten Korsaren aus allen Ecken der Schiffshalle zu den Türmen und auch einige zu ihren Schiffen. Die besetzten Türme richteten sich auf Shanes Adler, die Schiffe umkreisten ihn wie die Geier, die auf Frischfleisch warten.
„Ich werde nichts bezahlen!“ funkte Shane zu seinem Bruder.
Noch im selben Augenblick hatte er bereits das Feuer auf einen Turm eröffnet und diesen mit der ersten Salve zerstört.
„Was zum Teufel…!?“ kam Chavez Stimme durch den Funk.
Inzwischen hatten sämtliche Korsaren das Feuer auf Shane eröffnet, doch er wich dem Waffenfeuer geschickt aus, sodass sie nur ihre eigene Station trafen. Hier und da stob eine kleine Explosion aus den Wänden, nachdem die Korsaren sie zerfetzt hatten. Türme zerbarsten, qualvolle Schreie warn zu vernehmen. Menschen verbrannten, zerfetzten und töteten. Nachdem Shane sich die Türme aus dem Weg geschafft hatte, machte er sich an die Schiffe. Er nahm das erste ins Visier und schoss in zwei Salven den Schild weg. Mit einigen weiteren Treffern, zerbarst er den linken Flügel seines Gegners, der die Kontrolle über sein Schiff verlor. Er schlingerte auf die Landepads zu, schlug auf einem besetzten pad auf. Die beiden Schiffe zerbarsten, ehe sich der H-Treibstoff entzündete und ein flammendes Inferno auf den Decks der Schiffshalle verbreitete. Die Piloten, die auf dem Weg zu ihren Schiffen waren, verbrannten. Der Rest konnte nicht mehr zu ihren Schiffen. Die Bewohner der Station wurden dazu aufgefordert, in die Rettungskapseln zu steigen und aus der Station zu fliehen. Wo man hinsah, waren im All Rettungskapseln verteilt. Shane kämpfte weiterhin gegen die verbliebenen Schiffe, das waren allerdings nur noch drei Stück. Er schoss einem den Schild weg, doch traf ihn dann nicht mehr, weil er hektisch auswich. Der Korsar kollidierte mit einem anderen Schiff und schlug dann gegen eine Seitenwand der Schiffshalle. Starke Schäden der Außenhülle und ein brennender Flügel waren die Folge davon. Doch darum brauchte sich der Korsar keine großen Sorgen zu machen, denn er wurde von Shane einen Bruchteil einer Sekunde später in Einzelteile zerlegt. Die Trümmer des Schiffes bohrten sich in die Wände und trafen hektische, panische Korsaren, die auf der Suche nach einem Fluchtweg waren. Noch zwei Gegner im Raumdock. Der nächste war mit zwei Salven ohne Schild und einige Treffer zerstörten beinahe das gesamte Schiff. Ein paar Treffer schossen ein Loch in das Cockpit und die Glasluke zerbarst in Millionen kleine Splitter, die den Piloten in kleine Stücke schnitten. Shane schoss noch einmal auf das Schiff, damit es explodierte.
Das letzte Schiff tat Shane fast den Gefallen von alleine zu explodieren, denn in einem Anflug hatte er es mit seinen Nomadenwaffen zerlegt.
Nun musste er nur noch aus der Station herauskommen. Er dachte einen Augenblick lang nach und legte eine kleine Raummine vor das Tor, die sofort vom selben angezogen wurde und detonierte. Mit einem lauten Krach hallte die Explosion wieder – dem Tor war allerdings nichts geschehen. Er feuerte Salve für Salve mit seinen Nomaden-Waffen auf das Tor, doch nichts geschah damit. Dann erinnerte er sich an die Wirkung seines Sunslayers bei der Station Rügen. Es war ein Loch so groß wie das Tor entstanden. Einen Versuch muss es wert sein. Aber vielleicht sollte er besser auf die Schwachstelle – den blanken Stein – schiessen, dachte er. Er entsicherte die Torpedos und feuerte einen auf den Stein neben dem Tor. Mit einer gigantischen Explosion zerfetzte der Stein, ein riesiger staubdurchsetzter Feuerball schoss ins Innere des Raumdocks.

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Beitrag Titel: Teil 7
Verfasst am: 04.02.08 19:37
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Die Schockwelle ließ den Adler erbeben, die Staub und Feuerwolke hüllte ihn vollständig ein. Kleinere und größere Steinbrocken prallten gegen den Schild, der Scanner war außer Funktion. Ein paar Minuten verstrichen, das neue Trümmerfeld legte sich um die Station und die Staubwolke entschwand in den Weiten von Omega-5.
Der Adler von Shane war noch in der Station, in der nun ein großes Loch klaffte. Das Tor, direkt neben diesem Loch, hing noch gerade so, verbogen, im Felsen, drohte hinauszuschweben, wenn man es auch nur anstieß. Die Scanner waren wieder funktionstüchtig und Shane machte sich direkt daran, sich nach Überlebenden umzusehen. Ein Blick auf die Kontaktliste veranlasste ihn, direkt den Traktorstrahl aktivieren, denn was draußen im All rumschwirrte, war unglaublich. Hunderte Waffen, tonnenweise Pharmazeutika und Munition, dass eine ganze Flotte hätte versorgt werden können.
Das einzige, was er nicht vorfand, waren Rettungskapseln, was bedeutete, dass kein einziger überlebt hatte.
Ein Blick auf den Schiffssensor zeigte an, dass sich eine Flotte von Roten Hessen näherten, die Beute witterten. Shane legte zwanzig Minen aus, die die restlichen verbleibenden Waren vernichteten um somit den Roten Hessen keine Beute zu hinterlassen. Direkt danach ging er in den Reiseflug und flog in 3.000 m Abstand zu den Jägern der Hessen in Richtung Omega-41 Sprungloch. Die Kontaktliste zeigte ihm mehr als fünfzig Schiffe an, weitere waren wahrscheinlich auf dem Weg, weiter zurück.
Nachdem er durch das Sprungloch geflogen war, sah er sich in Omega-41 um und sah nichts als Titanen um sich herum fliegen.
„Da kommen mindestens fünfzig Rote Hessen!“ schrie Shane in den Raumfunk, flog in die hinteren Reihen der Korsaren. Er vermutete mindestens zweihundert Korsaren in der direkten Umgebung des Sprungloches. Er flog mit seiner Facht zur Basis Leon, auf dem Weg begegnete er mindestens genauso vielen Korsaren. Kaum hatte er die Waren und Waffen abgeladen, fand er fünf Millionen Credits mehr in seinem Neuralnetz und dockte ab.
Was er nach dem Abdocken sah, erschreckte ihn zutiefst. Omega-41 war von Schlachtschiffen und Jägern gefüllt. Der Scanner zeigte an, dass es sich um Schlachtschiffe des Typs „Osiris“ handelt, fünfzehn Stück an der Zahl, jedes von zwanzig sehr schweren Jägern namens „Anubis“ begleitet, die allesamt Klasse 9 und 10-Waffen trugen. Diese gigantische Flotte bewegte sich in normaler Geschwindigkeit auf das Omega-5 Sprungloch zu.
Doch plötzlich bot sich Shane ein noch skurrileres Bild. Es enttarnten sich eine Liberty-Flotte, bestehend aus einem Schlachtschiff, zwei Kreuzer und zahlreiche Adler, also solche Schiffe, wie er auch eins flog; eine Bretonia-Flotte tauchte auch aus dem Nichts auf, genau wie eine Kusari-Flotte und eine gigantische Armada der Rheinländer, bestehend aus zwei Schlachtschiffen, zehn Korvetten und gut und gerne zweihundert Walküren.
Es befanden sich nun also zwanzig Schlachtschiffe von ungeheurer Macht im System – und es kamen noch fünf Stück. Die Korsaren enttarnten auch noch eigene Ungetüme. Diese waren moderner als die Osiris-Modelle, waren wendiger, konnten bessere Waffen tragen, waren kompakter und schneller. Es war eine Mischung aus allen Armeen, die sich bei den Korsaren zu Gast befanden.
„Sie haben noch kein Tarnsystem. Sie fliegen zum Omega-5 Sprungloch. Sie stellen sich dort hin und sagen, dass die Roten Hessen keine Chance haben.“ Kam es über Funk von einem Mann namens Caspar Orillion zu Shane.
Dieser setzte sich sofort in Bewegung.
Ein Mann namens Edison Trent sagte über Funk: „Alle Schiffe in den Tarnmodus wechseln!“ und auf sein Wort verschwanden alle Schiffe.
„Jetzt geht es rund!“ hörte man noch von ihm.

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Beitrag Titel: Teil 8
Verfasst am: 10.02.08 16:23
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Am Omega-5 Sprungloch im System Omega-41 hatten sich mittlerweise zweihundertfünfzig Jäger der Roten Hessen versammelt. Shane stellte sich ihnen entgegen und teilte über Funkt mit, dass diese keine Chance hätten, zu gewinnen.
Der Anführer der Hessen-Armee lachte laut auf und sagte:
„Ein Mann soll uns aufhalten? Machen Sie sich nicht lächerlich. Sehen wir mal, wie Sie sich alleine gegen fünf Mann schlagen, Sie tapferer Korsar.“
Shane, der ja schon viel Kampferfahrung gesammelt hatte, besiegte diese fünf Gegner blitzschnell, sodass der Anführer sagte:
„Gut, dann beweisen Sie sich mal gegen alle!“
Trents Stimme ertönte: „Enttarnen!“
Und wieder auf sein Wort enttarnten sich die fünfundzwanzig Schlachtschiffe mit Korvetten und Kreuzern und Jägern. Das erste Schlachtschiff, eines der Korsaren, eröffnete das Feuer und zerstörte mit einer Salve zwanzig Schiffe der Roten Hessen. Die restlichen Schiffe der gigantischsten Flotte, die Sirius jemals gesehen hat, begannen nun auch zu schießen und nach wenigen Minuten war um das Sprungloch ein riesiger Trümmerhaufen aus zerstörten Schiffen entstanden. Die Armada hatte ihre Einsatzfähigkeit und Feuerkraft sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun ging es zurück zur Basis.
„Warum…warum arbeitet das Militär mit Piraten und Terroristen zusammen?“ fragte Shane nach dieser Schlacht.
„Der Orden ist keine terroristische Vereinigung und genauso wenig sind wir Piraten. Im Gegenteil, wir sind die Guten. Die Korsaren helfen uns mit Waffen, Schilden und allem möglichen. Mit deren Hilfe haben wir die Tarntechnologie beinahe perfektioniert. Die Marine von Liberty, Bretonia, Kusari und Rheinland sind ebenfalls auf unserer Seite. Wir werden alle zusammen kämpfen, für ein geeintes Sirius gegen die Nomaden.“ Sagte Orillion in seiner Osiris.
„Nomaden? Wer…was ist das?“
„Hahaha…Du hast Waffen von diesen Viechern an Deinem Schiff montiert. Die Teile, die lila schießen und keine Energie verbrauchen. Gute Waffen.“
„Mein Vater hat mir das Schiff hinterlassen und gesagt, dass die Waffen von Aliens wären. Ich wusste nicht, was diese ‚Nomaden’ sind. – Warum wollen Sie gegen diese … Nomaden … kämpfen? Was ist so schlimm an ihnen?“
„Haben Sie von der Krise etwas mitbekommen? Ermordung des rheinländischen Kanzlers, der Krieg. Diese Nomaden haben die Menschheit infiltriert um sie zu kontrollieren und zu zerstören. Aus diesem Grund müssen wir sie vernichten!“
„Was muss ich machen, damit ich bei ihnen mitmachen kann?“
„Gar nichts. Docke an meinem Schiff, wir bauen Ihnen eine Tarnvorrichtung ein.“
Auf der Osiris machte Shane die Cockpitluke auf und stieg aus.
„Guten Tag. Ich bin Caspar Orillion, das ist Jun’Ko Zane, Edison Trent, King. Sie sind…?“
„Shane. Es ist mir eine Ehre Sie alle kennen zu lernen!“
„Nunja,“ fuhr Orillion fort, „dies hier ist eine Geheimoperation. Nur die höchsten Leute der Regierungen von Liberty, Bretonia, Kusari, Rheinland und der Korsaren wissen davon. Selbstverständlich ist der gesamte Orden involviert, Juni, Trent und ich sind die Anführer dieser Organisation. Nun ist es an der Zeit, dass wir unser Bündnis bekannt geben. Wir sind bereits auf dem Weg nach New-York um es zu verkünden.
Dein Vater…er hieß nicht zufällig Marcus, oder? Du fliegst sein Schiff.“
„Doch, so hieß er. Er ist vor einigen Wochen nach New London gekommen und vor kurzem gestorben. Ich habe alles von ihm geerbt. Warum fragen Sie?“
„Weil Marcus einer meiner besten Freunde war. Außerdem hatte er eine hohe Stellung bei den Korsaren. Oh, da ist unsere bezaubernde Liberty-Präsidentin Jacobi. Die anderen Regierungschefs sollten auch bald kommen.“
„Hey, Orillion.“ Rief Jacobi schon von Weitem. „Wer ist dieser junge Mann neben Dir? Ist das etwa Marcus?“
„Nein, er ist es nicht. Marcus ist tot, wie mir Shane, so heißt der junge Mann hier, erzählte. Er ist Marcus’ Sohn und ein ebenso exzellenter Pilot wie sein Vater.“

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Beitrag Titel: Teil 9
Verfasst am: 12.02.08 21:42
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Shane, Trent, Juni, King, Orillion und Präsidentin Jacobi saßen in der Bar der Osiris und unterhielten sich lange und ausgiebig über die Vergangenheit, das Project und über Shanes Vater.
„Weißt Du, Shane, dein Vater … er war ein exzellenter Pilot und bei Korsaren, so sagt man, wird diese Fertigkeit weitervererbt. Du und Dein Vater seid richtige Korsaren. Er wäre der Admiral eines unserer Schlachtschiffe geworden. Sie heißt Unity. Bist Du interessiert?“ fragte Orillion Shane.
„Ich … ich weißt nicht. Ich möchte sehr gerne. Aber … Ich denke, dass ich sie erfahrenen und fähigeren Leuten überlassen sollte. Ich behalte meinen Eagle. Immerhin hat er ja nun auch die neueste Technologie.“
„Willst Du wirklich nicht?“
„Doch, ich möchte es. Aber ich habe keinerlei Erfahrung mit so einem … einem Ungetüm aus was weiß ich für Legierungen.“
„Nun, das ist schade. Ich hätte die Unity gerne unter dem Kommando eines richtigen Bretonianers gehabt, Shane. Hat Dein Vater etwas von seinem Geld erwähnt?“
„Ja, er sagte, dass ich es mir bei den Korsaren abholen müsse.“
Orillion packte einen kleinen Pocket-Computer aus und sagte einige Sekunden später, dass sich nun vierhundertdreiundzwanzig Millionen Credits mehr auf Shane Neuralnetz befinden müssten.
Dann runzelte er seine Stirn und schaute wie gebannt auf den kleinen Computer. Ein rotes Blinklicht hatte seinen Blick auf sich gezogen.
„Sofort auf roten Alarm gehen! Funken Sie die Liberty, die Bretonia, die Kusari und die Rheinland an, sie sollen in ihre Heimatsysteme fliegen! Sie sollen jeweils eines unserer Schlachtschiffe mitnehmen! Die Osiris und die Unity fliegen nach Omikron Gamma!“
„Was ist los“ fragte Trent.
„Nomaden. Berichten zufolge sollen sie überall sein!“
„Ach du scheiße! Alle Piloten ihre Schiffe kampffertig machen!“ schrie Trent in sein Funkgerät.
Mit einem leichten Ruckeln merkte Shane, wie sie aus dem Hyperflug gingen, mit dem sie aus Omega-41 in Richtung New York gestartet waren. Doch zwischendurch hatten sie gewendet und inzwischen waren sie in Omikron Gamma angelangt. Die Osiris und die Unity flogen getarnt zum Planeten Kreta.

Zeitgleich im New York System gingen die Liberty und eines der Korsarenschiffe aus dem Hyperflug, direkt vor Manhatten. Vor sich fanden sie ein Bild des Grauens. Es waren drei Nomadenschlachtschiffe, die den Planeten bombardierten, umgeben von zahlreichen Korvetten und unzähligen Jägereskorten. Es waren bereits einige Liberty-Schlachtschiffe im All und kämpfen. Auf den Sensoren waren schon zahlreiche Trümmerteile zu sehen. Eines der Nomadenschlachtschiffe drehte bei und eröffnete das Feuer auf die Liberty.
Diese und das Korsarenschiff erwiderten ohne große Befehle das Feuer, zerstörten das angreifende Schlachtschiff und schickten ihre Jäger hinaus.
„Geschwader Delta-1, greifen sie die Korvetten an Newark an!“
„Geschwader Epsilon-7 hier, wir haben schwere Verluste…AAAAAHHHH…“
„Hilfe! Hilfe verdammt! Ich habe vier meiner Schiffe Verloren! HIILFEEE!“
„Hier Station Newark! Wir haben Hüllenbrüche auf neunzehn Ebenen! Wiederhole, Hüllenbrüche auf neunzehn Ebenen!“
„Hier Schlachtschiff Liberty, wir müssen evakuieren! Sofortige Evakuierung des Schiffes!“ war an Bord der Liberty und über Funk zu hören.
Hunderte von Rettungskapseln schossen zeitgleich mit Feuerbällen aus dem Schiff heraus. Die Menschen, die es nicht mehr geschafft hatten, sich in Fluchtkapseln zu retten, verbrannten qualvoll und wurden als Bonus noch von Trümmerteilen und der Explosionsdruckwelle zerfetzt, genau wie die Liberty.

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Beitrag Titel: Teil 10
Verfasst am: 19.03.08 11:29
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In Omikron Gamma machten sich Shane, Trent, King und Juni auf der Osiris auf den Weg zu ihren Schiffen, um zu starten. Orillion stand am Steuer der Osiris und hielt auf Kreta zu. Ruckartig verließen die Schlachtschiffe Osiris, Unity, Jacobi, Trent und Corsair den Hyperflug, direkt vor dem Andockring Kretas, der von zwölf Nomadenschlachtschiffen belagert wurde.
Sämtliche Jäger und Korvetten starteten und eröffneten ohne weitere Befehle das Feuer auf die Nomadenflotte. Nach wenigen Minuten waren sieben der feindlichen Schlachtschiffe gefallen, da die Menschenschiffe über eine enorme Feuerkraft verfügten. Zahlreiche Jäger fielen auf beiden Seiten, Explosionen erfüllten den Raum, letzte Schreie wurden über Funk hinausgepresst. Durchschnittlich kamen auf jeden menschlichen Piloten über zehn Nomaden, doch die letzte Bastion der Menschheit war für solche Kämpfe ausgebildet worden. Über Jahre hinweg hatten sie die Ausbildung zur Elite der absolut besten Piloten der Akademien absolviert, um in geheimen Projekten zu arbeiten. Und von ihnen hatten es die Veteranen, die sich bereits im Krieg bewiesen hatten, geschafft, in das Project Unity zu gelangen. Nun kämpften sie hier gegen diese Nomaden, zusammen mit vier der unter den Korsaren wohl berühmtesten Personen, Shane, Trent, Juni und King. Letzterer wurde von drei Nomadenjägern ins Visier genommen und aufs Heftigste beschossen. Nach einigen Treffern versagte sein Schild, sein Rumpf wurde von weiteren Lasertreffern enorm geschwächt. Gerade noch rechtzeitig aktivierte er die Nanobots, die sein Schiff auf der Stelle reparierten.
Die Staffel Delta-2, die unter Kings Kommando stand, half aus, gegen diese drei Schiffe zu kämpfen. Der Schild von Kings Adler war immer noch nicht wieder aktiviert, als ein Schlachtschiff der Nomaden ebenfalls auf ihn zu schießen begann. Der erste Treffer löschte mehr als den halben Rumpf quasi aus und der Backbordflügel ging verloren.
Der zweite Treffer erwischte genau das Cockpitfenster, welches zerstört wurde. Die Rettungskapsel konnte er nicht mehr zünden, da er kurze Zeit dem Vakuum und der eisigen Kälte des ihn umgebenden Weltalls ausgesetzt war. Dieselbe Salve Schüsse verursachte in seinem Vehikel zahlreiche Hüllenbrüche und einen fatalen Kurzschluss. Diese Störung in der Elektronik führte dazu, dass der Kernfusionsantrieb nicht mehr richtig funktionierte und den H-Treibstoff zur Explosion brachte. In Sekundenbruchteilen breitete sich die Explosion im gesamten Schiff aus, riss die Hüllenbrüche noch weiter auf und zerstörte das Innenleben des Adlers in zig Millionen kleine Schrapnelle, die sich inmitten des Feuerballes einen Weg nach außen bahnten.
„Nein…“ sagte der neue Delta-2 Staffelführer, der nun Kings Posten einnahm, leise ins Funkgerät.
„Was ist passiert? King…antworten Sie!“ war Trents Reaktion.
„Hier … Delta-2 Staffelführer. King ist … ist … gefallen…“ erwiderte der Pilot schwer schluckend.
„Was ist mit der Rettungskapsel? Hat keiner die verdammte Rettungskapsel?!“ schrie Trent zurück.
„Da war keine. Da war keine …“
„Hier Jäger Delta-2-7. Ich habe gesehen, wie eines dieser Viecher ihn an Bord genommen hat. Kurz vor der Explosion ging ein lila Strahl genau aufs Cockpit. Ich habe King danach nicht mehr gesehen, dann ist sein Schiff auch schon hochgegangen.“
„Die Nomaden verfügten noch nie über Beamtechnologie, zumindest unseren Forschungen nach zu urteilen.“ Warf Orillion in das Gespräch ein. „King ist ein großer Verlust für uns, trotzdem müssen wir nun weiter kämpfen! Seht es als Rache an. Konzentriert das Feuer zuerst auf das beschädigte Schlachtschiff!“
Sämtliche Piloten befolgten Orillions Befehl und schossen auf das Schiff, welches unter den Andockring auf dem Planeten schoss. Es musste zahlreiche Treffer einstecken, doch plötzlich war die gesamte Umgebung, das Weltall und die Planetenoberfläche von Kreta von einem eigenartigen, grellen und unglaublich schrillen Kreischen erfüllt.
Der Schrei hielt ungefähr zehn Sekunden an und mit ihm waren sämtliche Nomaden einfach verschwunden.

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Beitrag Titel: Teil 11
Verfasst am: 17.07.08 16:27
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Auf Kreta stand ein Mann, ungefähr einen Meter und achtzig Zentimeter groß mit einer Glatze und einem Oberlippenbart. Seine Augen leuchteten blau und er hielt sowohl seinen Blick als auch seine Hände in die Höhe. Um ihn herum bebte die Erde, der Himmel verdunkelte sich und Blitze begannen, den Himmel für Sekundenbruchteile zu erhellen, die Luft war umgeben von unglaublich lautem Donnern.
Mit tosender Stimme begann diese Gestalt mit Pilotenuniform des Ordens, eine Botschaft zu verkünden.
„Wir sind die Wächter der Dam Ko’Vosh. Ihr nennt uns Nomaden, doch wurden wir von unseren Schöpfern Tak’Siru getauft.
Ihr minderwertigen Lebewesen habt den Lebensraum unserer Schöpfer missbraucht.
Ihr seid unerlaubt eingedrungen. Ihr habt keinerlei Existenzberechtigungen hier, in diesem Teil der Galaxie. Seit über achthundert eurer Jahre beobachten wir, die Tak’Siru, euch primitiven Lebewesen nun schon und sind es Leid, euch anzusehen. Nun sind wir gekommen, um euch auszulöschen. Ihr seid eine Beleidigung für den Begriff ‚Intelligentes Leben’. Ihr habt es nicht verdient, weiter zu existieren. Dies hier, heute, war nur der Anfang. Es war der Anfang eures Endes. Dies hier ist die letzte Warnung, die wir euch zugestehen. Verlasst unsere Welten und unsere Systeme und kehrt nie wieder hierhin zurück oder ihr werdet allesamt ausgelöscht.
Eine weitere Botschaft werden wir euch nicht zugestehen.“
Die Stimme war so wortgewaltig und laut, dass sie ohne Verstärkungen über den gesamten Planeten hinaus zu hören war, außerdem wurde auf sämtlichen Funkfrequenzen übertragen, sodass es alle Schiffe im Orbit von Kreta mitbekamen.
Der Mann auf der Planetenoberfläche stand genau unter dem Andockring des Planeten. Von ihm aus ging ein immer heller werdender und weiter reichender blauer Lichtschein aus, der jeden Winkel taghell erleuchtete. Wind ging nun von dieser Gestalt in sämtliche Richtungen aus und plötzlich zerfetzte es ihn in tausende, Millionen Stücke. Begleitet wurde das von einer gigantischen Explosion, die in einer 500km weit reichenden, blauen Feuerwand alles verbrannte, was sie überrollte. Hinzu kam eine sehr kräftige Druckwelle, die sich über den gesamten Planeten ausbreitete und Vegetation und sämtliche Lebewesen zu Boden riss. Gebäude in näherer Umgebung zu der Feuerwand wurden niedergerissen, wie Kartenhäuser, bei Bauwerken auf der anderen Seite des Planeten gingen noch sämtliche Glasscheiben zu Bruch.

Auf der Osiris und den anderen Schlachtschiffen im Orbit brach ebenfalls etwas, nämlich pures Chaos aus. Orillion fragte in die Runde, was zur Hölle gerade eben passiert sei, während sich auf den Gesichtern Überraschung, Fassungslosigkeit und pures Entsetzen breit machte. Andere waren einfach nur geschockt, während ein weiterer Teil der Crewmitglieder in Tränen ausbrachen, weil Familienangehörige und Freunde in den zerstörten Gebieten auf Kreta waren.
Der erste, der sich wieder halbwegs fassen konnte, war Shane, der vorschlug, einen Rettungstrupp loszuschicken, um noch zu retten, wer zu retten war.
Doch in demselben Augenblick kamen vier Hyperraumtransmissionen aus den Kolonien von den anderen Schlachtschiffen.
„Hier die Cordoba. Wir sind in New York. Die Nomaden sind alle auf einmal … verschwunden. Ich kann mir das nicht erklären. Da war ein lauter Schrei … und dann waren sie einfach weg.“
„Ich kann das bestätigen.“ Sagte der Admiral der Bretonia.
„Bei Neu-Tokio exakt dasselbe Vorkommnis.“
„Wir haben die Liberty verloren, Orillion. Präsidentin Jacobi hat alles überlebt … sie wollte unbedingt selbst einen Jäger steuern und war nicht an Bord.“ Sagte der Cordoba-Admiral.
„Kommen Sie alle sofort nach Omikron Gamma. Lassen Sie jeweils drei Jägerstaffeln mit zwei Korvetten dort. Hier auf Kreta gab es eine furchtbare Katastrophe.“ Sprach Orillion und beendete die Übertragung.
Zu seiner Crew sagte er, sie alle sollen Rettungs- und Bergungstrupps zusammenstellen. Wenige Stunden später kamen die Schlachtschiffe aus den vier Kolonien angeflogen und fragten nach, was passiert sei.
Einen Monat lang waren sie damit beschäftigt, die gröbsten Schäden zu beseitigen, Überlebende zu suchen, Verletzte in die Kolonien zu fliegen – was dank der Hyperflugtechnologie erheblich schneller ging, als mit konventionellen Schiffen.
Auf Kreta wurden 23.750.498 Tote, dreißig Millionen Vermisste, von denen man annimmt, dass sie auch tot sind, ungefähr vierhundert Millionen Verletzte, davon hundert Millionen schwer bis lebensgefährlich, gezählt. Die meisten dieser Verletzten wurden in die Kolonien gebracht, was sämtliche Bewohner der Welten sehr beunruhigte und schwerwiegende Fragen aufwarf, worauf schnellstmöglich Antworten gegeben werden sollten.
Warum sind diese Nomaden in die Kolonien gekommen? Warum haben sie die Planeten bombardiert? Wo kommen die vielen Verletzten hier? Wer sind diese ganzen Menschen überhaupt? Warum arbeiten die vier Kolonien mit dem Orden und den Korsaren zusammen? Und wo kamen diese merkwürdigen Schlachtschiffe her, die die Nomaden zurückdrängten?


Ende - oder vielleicht doch nicht?

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