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 [Story]Der Anfang vom Ende Nächstes Thema anzeigen
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Kaze




Forumfee


Beiträge: 761

Beitrag Titel: [Story]Der Anfang vom Ende
Verfasst am: 31.05.06 23:27
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Es war zu einer finsteren Nacht. Eine Nacht, wie man sie nur selten erlebt. Die Sterne am Himmel zogen die Dunkelheit in sich auf und man mag denken, dass sie die Finsternis zu Licht verwandeln und damit den Schleier, der undurchdringlichen Dunkelheit zu zerfetzen beginnen. Dort oben blitzte allerdings auch noch etwas anderes auf, das merkte man, als das Fenster geöffnet wurde, nachdem ein grelles aufzucken – wie weit entfernte Blitze – zu sehen war.

Ein eisig kalter Schauer läuft mir den Rücken hinunter, als würde sich ein kleiner Eiswürfel auf die nackte Haut drücken und langsam den Weg nach unten zum Steißbein finden. Allerdings war es nicht angenehm. Nachdem das Himmelszelt viel Aufmerksamkeit bekommen hatte, wurde das Fenster wieder geschlossen. Das aufzucken war noch zu sehen, einige male sogar aber mehr war es nicht.

Die Bettdecke wurde bis zum Hals hinauf gezogen und grade als die tiefblauen Augen, in denen man sich mit Leichtigkeit hätte verlieren können, geschlossen waren, überzog sich der gesamte Himmel mit einem stark grellen und grünlich aufblitzenden Licht. Mit einem Schrecken fuhr ich wieder hoch und starrte erneut zum Fenster hinaus. Ein Farbenspiel eröffnete sich mir, als ich nach einem Moment zu blinzeln wagte.

Es war ein so schöner Anblick, er versetzte mich Jahre zurück. An einen Ort, von dem ich heute noch träume. Diese Kombination und gleichzeitiger Einklang ist faszinierend. Das Licht hätte man lange auf sich wirken lassen können. Der besagte Ort war wie das Paradies. Grüne saftige Wiesen, Kirschrote Rosen und ein sanfter Sonnenstrahl, der im Gesicht kitzelt, wenn er dich berührt. Ein Moment in dem man sich einfach fallen lassen kann und sein Leben in vollen Zügen genießen könnte, jedoch endet es, sobald man die Augen aufschlägt und man landet wieder in der tristen Einöde der heutigen Welt.

Mich weckte diesmal der Alarmton der nahe liegenden Verteidigungszentrale aus dem schönen Moment. Ohne Vorwarnung ertönte sie und zerriss das harmonische Bild, das einst ein sanfter Schimmer in meinen Gedanken war. Die Sterne rückten in den Hintergrund, es waren Motorengeräusche, die nun Aufmerksamkeit hatten. Wenig später nur, da durchzuckte ein grauenvolles blitzen, diesmal von der Erde aus, den Himmel.

Ich weiß nicht wieso ich nur da saß und dem Schauspiel zusah, anstatt etwas zu tun. Immer wieder luden sich riesige Energiewaffen auf und feuerten einen eisblauen Strahl in die Atmosphäre. Es war nach wenigen Minuten mehr als nur das eine Geräusch, es waren viele. Ebenso viele blaue Linien zierten den Himmel und brachten den Höhepunkt in prunkvollen Explosionen, in der Dunkelheit zur Geltung. Ich bin sicher die einzige gewesen, die so einen Angriff von außerhalb beschrieben hat.

Auch die ersten leichteren Jäger gingen in Stellung und erhellten den Himmel wie kleine Glühwürmchen, denn in so großer Höhe waren es nur winzige Lichter, die man sah. Die großen Schiffe kündigten sich weitaus spektakulärer an. Ganze Flottenverbände hatte man schnell in Position gebracht und auch diese wurden ausgeschickt in den Himmel. Ich saß immer noch am Fenster, ich vergaß alles um mich herum und tat rein gar nichts, außer in den Himmel zu starren.

Es war schwer dort etwas auszumachen. Es zuckte und blitzte die ganze Zeit und ich hatte es im Gefühl, dass es das auch noch die ganze Nacht tun würde. Wer die Oberhand hatte oder wer unterlegen war, vermochte ich nicht sagen. Es musste aber hektisch einhergehen und eines war dieser Angriff mit Sicherheit – überraschend. Die größten Kreuzer und Schlachtschiffe waren jedoch erst viele Stunden später im Himmel zu erkennen.
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Kaze




Forumfee


Beiträge: 761

Beitrag Titel:
Verfasst am: 01.06.06 21:50
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Etwas sorgte jedoch dafür, dass ich nicht mehr still am Fenster verharrte. Es war ein klarer, gräulich qualmender Schweif, der sich offenbar dem Erdboden näherte. Man merkte schon fast deutlich wie die das Glas vibrierte als das Geschoss sich den Weg durch den Häuserdschungel bahnte. Eine gute Strecke von meinem Fenster entfernt, explodierte sie in einer Feuerfontäne. Ich könnte schwören, ich hörte die Schmerzensschreie der umgekommenen. Jedoch wäre es unmöglich gewesen, die Explosion hätte sie alle zerfetzt.

Wie ein Vorhang, der aufgezogen wurde, erwachten auch meine Augen wieder zum leben. Ich zog mir rasch etwas anderes an. Etwas festes, etwas worin man notfalls auch hätte kämpfen können. Der nächste Griff ging ruckartig, wie als wäre es von jemand gesteuert gewesen, zum Waffenschrank. Der Netzhautscan und die Stimmenidentifikation öffneten mir schließlich die Schranktüren. Das Arsenal war beachtlich. Eine Auswahl an kleinen und einfachen Handfeuerwaffen, bis hin zu großen Gerätschaften, die bestens für einen Krieg zu gebrauchen gewesen wären. Diese Sammlung hat sich mit dem Lauf der Zeit zusammen getragen, für die zukünftigen Geschehnisse aber sehr brauchbar.

Ich zog mir einige kleinere und eine größere Waffe aus dem Schrank. Es war verblüffend, wie schnell man die kleine benutzen musste. Man hörte erste Feuergefechte schon auf dem Flur des Hauses und bis zum Hangar hätte man da entlang gemusst. Die Tür schlug auf und herein kamen zwei Soldaten, offensichtlich nicht aus dieser Gegend. Sie waren Fremde, Fremde, die sich das Land auf meinem Heimatplaneten aneignen wollten. Es war mir egal. Ich wollte nur leben und dafür mussten die Beiden sterben. Das taten sie auch, nachdem der eine die erste Kugel durch das Helmvisier in den Kopf bekam und der andere seine Kniescheibe verlor. Die dritte Kugel bohrte sich dann ebenso durch den Helm in die Schädeldecke des Kniescheibenlosen.

Die Gleichgültigkeit, die in meinem handeln lag, erschreckte mich selbst. Ich fühlte mich fast wie eine Maschine. Es lenkte sich wieder alles wie von selbst. Es war fast wie eine eingeplante Handlung, der ich nicht hätte ausweichen können. Ich trat über die beiden Leichen hinweg und ging den Flur entlang, während um mich herum alle panisch das Gebäude verließen, blieb ich ruhig – zu ruhig.

Der Weg zum Hangar war nicht ungefährlich. Er führte mich hinaus auf die Straßen und dort stockte ich zum ersten Mal als mir ein fast noch halbwüchsiger Junge entgegen kam. Sein Körper glänzte in einer Uniform. Es war so eine Uniform, wie die anderen Sie trugen, die tot in meinem Zimmer lagen. Ich zielte auf seinen Kopf und er auf mich. Wir zögerten beide und erst als mich etwas traf, sank meine Waffe wieder.

Das was mich traf, war sein Blut. Jemand hatte ihn für mich erschossen und sein rotes Lebenselixier war nun in Spritzern auf meinem Gesicht verteilt. Ich verschmierte es, als ich mit einer Hand mein Gesicht sauber machen wollte. Es verstrichen einige Minuten, ehe mich die Stimme der Spezialeinheit aus dem starren Blick befreite.

„Junge Frau…junge Frau. Ihr müsst verschwinden, die Kampfeinheiten treffen gleich ein, es ist zu gefährlich. Junge Frau, hört ihr mich?“

Ich sah ihn an und nickte nur wortlos. Ihm hingegen fehlte wohl jede Zeit um sich länger mit mir zu befassen und lief weiter. Viele der Gebäude ähnelten Ruinen aus längst vergangenen Kriegen. So leblos und zerstört, sie waren kein schöner Anblick mehr. Es war die Feuerhölle um mich herum.

Es brannte, es liefen Verletzte durch die Straßen und es wurde überall geschossen. Ich hingegen schlenderte weiter. Es mag lebensmüde ausgesehen haben, so als würde jemand in seelenruhe in den Tod laufen. Wohl machte es so einen Eindruck als ich durch den Kugelhagel ging. Jedoch reichten diese Dinge nicht aus, etwas Markerschütterndes kam näher. Mechanische Beine und schwere Schritte waren es, offenbar etwas Gefährliches. Ich lenkte meine Schritte um die nächste Häuserecke um zu sehen was dort war.
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Kaze




Forumfee


Beiträge: 761

Beitrag Titel:
Verfasst am: 27.06.06 12:49
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Ich ging um die Ecke. Ich sah mich um und das mechanische Monster bekam meine volle Aufmerksamkeit. Es bewegte sich die Straße hinunter, mit schweren, markerschütternden Schritten ging es weiter, ohne auf etwaige Personen unter den metallischen Beinen zu achten. Offenbar war es gepanzert und bewaffnet sowieso. Ich machte mich schnell davon. Weshalb weiß ich nicht mehr aber die Tatsache, dass es dort entlang lief machte mir doch Angst. Dabei bewegte es sich doch von mir weg und nicht zu mir hin. Egal, ich musste einfach weg und konnte mir das Elend nicht länger ansehen.

Ich wollte zum Hangar, am Ende der langen Straße konnte ich ihn schon sehen. Die rettende Zuflucht vor denen, die immer noch Truppen absetzten. Meine Schritte wurden schneller und ohne es selbst zu merken rannte ich ihm schon entgegen. Kurz bevor ich angekommen bin, schaute ich das Gebäude hoch und schließlich in den verwüsteten Himmel. Er zuckte noch förmlich unter den schweren Geschossen die ständig eine Art Tageslicht erzeugten. Es hielt mich einen Moment so und ich dachte an das was noch passieren könnte und an die Vergangenheit. Es kam mir so vor, als würde die Welt um mich herum erstarrt sein und nur ich kann mich bewegen. Von der einen auf die andere Sekunde weckte mich ein erneutes Blitzgewitter. Ein Geschoss kam vom Himmel und schlug unmittelbar neben mir, in eins der größeren Gebäude ein.

Ich dachte, ich wäre taub geworden, so laut war der Einschlag. Durch die anderen Geräusche konnte man weitere sterbende Menschen kaum wahrnehmen. Es war mir auch egal, ich ging in den Hangar und schaute mich um. Einige der Besatzer waren schon dort und drehten sich zu mir um, als ich näher kam.

„Hände hoch und Waffe weg!“, hieß es. Ich hob die Hände aber ohne die Waffe vorher abzulegen. Einen Bruchteil, einer Sekunde später, bohrten sich zwei Kugeln in die Körper der Beiden Gestalten vor mir. Man hätte meinen können, das man das knacken der Knochen und die daraufhin zerfetzenden Eingeweide hören konnte aber das wäre wohl sehr unwahrscheinlich. Sie fielen einfach um und rührten sich nicht mehr. Ich ging weiter und suchte nach einem geeigneten Schiff, als mir etwas auf dem Boden aufgefallen ist. Eine Bombe war es wohl. Das verriet zumindest die Anzeige auf dem Ding.

Ich zögerte nicht lange und lief wieder aus dem Hangar hinaus. Schneller als ich jemals gerannt bin und hinter mir explodierte er in einem riesigen Flammenmeer. Ich fiel dabei auf den Boden und ein unangenehmes Gefühl machte sich breit als ich merkte, wie ein Knochen in meinem Leib zerbrach. Zum Glück war es bloß der Arm und nicht ein Bein. Ich stand schließlich wieder auf und bewegte mich langsam zu einer Straßenecke, dort wo ich mich dann schließlich hinter einer Betonwand hinsetze und wartete auf das was noch kommen mag.
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